Reiseberichte El Naaba

 
Reiseberichte El Naaba
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Reiseberichte El Naaba

Hier veröffentlichen wir Eure El Naaba Reiseberichte. Einfach an info[Klammeraffe]happy-surf[Punkt]de mailen...

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von Küsu und Claudia, 25.9.03
Hammerferien

Hallo,
So,die 2 Wochen El Nabaa sind leider viel zu schnell vorbei gegangen, aber es waren Hammerferien. Wir hatten jeden Tag Wind zum Kiten.....was will man mehr!!!! Wir werden sicher noch mehr nach El Nabaa gehen, es war einfach in jeder Beziehung genial !!!!! Hab Dir noch ein paar aktuelle Pictures von dort.

Gruss
Küsu und Claudia

Von Otto Ederbach, 21.05.2003

El Naaba, die Tür zum Himmel

Es war einmal...
Viele tausend Jahre wuchs am Ufer des Roten Meeres ein unüberwindbares Korallenriff . Nur an wenigen Stellen blieben Sandstrände von unglaublicher Schönheit übrig.
In unserer Zeit bemächtigte sich der Mensch einiger dieser Strände und es entstanden Hotelansiedlungen.
Sonnenschein, Badetemperaturen auch in der europäischen Winterzeit und ein immer weiter ausgebauter Flugverkehr über neu erstellte Flugplätze liessen in Ägypten Zukunftvisionen eines grossen Ferientourismus aufkommen...

Um den gesamten Bericht (mit tollen Bildern) zu lesen bitte hier klicken, um auf Otto´s Website zu kommen


Von Annette Kögel 11.12.2002
Das Herz hüpft mit den Wellen

Wassersportler können im ägyptischen El Naaba viel lernen. Und staunen, wie locker der Koran hier ausgelegt wird

Das Meer ist vom Sturm ganz zerzaust. Überall leuchten bunte Surfsegel, und die Sonnenstrahlen zaubern tanzende Lichtpunkte auf die Wellen. Tiefblau leuchtet der Ozean. Wenn man diesem Farbton einen Namen verpassen wollte – er müsste pharaonenblau heißen. Und dann hebt dieses Tier seinen Kopf aus dem Wasser, ein Wesen, das man sonst nur aus dem Zoo kennt. Die Seekuh blinzelt mit ihren großen Augen, und nicht nur das Surfbrett – auch das Herz hüpft höher. Willkommen in El Naaba, irgendwo im Nirgendwo der ägyptischen Wüste am Roten Meer. Gut 300 Kilometer südlich von Safaga und unweit des Sudans. Einer dieser Orte auf der Welt, in denen es so wenig gibt und doch so viel.

Rund fünfeinhalb Flugstunden von Berlin entfernt setzt das Flugzeug dort auf, wo bis vor einem Jahr nur Militärmaschinen landen durften. Ein wenig Englisch können die Passkontrolleure in Marsa Alam inzwischen, um den Gästen einen schönen Urlaub zu wünschen. Mit Jeeps fahren wir eine halbe Stunde über eine Sandpiste, vorbei an ockerfarbenen Bergen, die mal lila, mal orange schimmern.

Links Wüste, rechts Wüste
„Mallorca“ weist eine Tafel in Strandnähe aus, aber der Ballermann hat mit El Naaba ungefähr so viel zu tun wie Berlin mit Buxtehude. Links Wüste, rechts Wüste, und mittendrin das Hotel Equinox. Das soll aber bitte trotzdem nach etwas aussehen, und deswegen rumpelt man zwar über eine Sandpiste, aber durch einen schicken Torbogen. Und hat hier sogar Handynetz-Anschluss: „Mobil Nil“. Eindeutig, Ägypten.

Keep it like it is“, bitten Schilder darum, dass niemand Müll herumliegen lässt. Trotzdem wird in naher Zukunft nichts mehr so bleiben wie es ist. Noch vor ein paar Jahren haben es nur Beduinen in dieser Region ausgehalten. Einer von ihnen lebt noch hier, mit seinem Sohn, und wenn man in seinem Zelt Platz nimmt und Kaffee trinkt, fühlt man sich wie ein Eindringling in einer fremden Welt. El Naaba, das bedeutet „die Quelle“, und Wasser fließt tatsächlich aus den Bergen bis ans Meer. Manchmal sogar so viel, dass der Leiter der Windsurfstation, Ibi Choumann, bis zu den Knien im Schlamm steht. „Per Handy hat mich ein Kollege vor Skorpionen gewarnt, die ins Tal herunter gespült werden. Das war vielleicht ein Gefühl.“ Die wenigen Touristen können in solch einem Fall über Plastikbrücken aus alten Windsurfbrettern staksen.

Ausnahmesituationen, denn meist ist es trocken und ziemlich warm. Selbst im Herbst fönt die heiße Brise frisch gewaschene Haare in Sekunden trocken, und sogar Krähen ringen mit offenem Schnabel um Luft. Täglich bringt der Tanklaster tonnenweise Wasser, zum Duschen, zum Zähneputzen, zum Waschen. Im Open-Air-Restaurant auf dem Hügel mit Blick aufs Rote Meer wird indes abgefülltes Wasser aus der Plastikflasche serviert. Bier kann man bestellen, Wein auch, aber den Alkohol darf in dem moslemischen Land nur ein Kellner servieren.

Ashraf, Lehrer bei der Windsurfstation des Sportreiseveranstalters „Happy Surf“, ist auch Moslem. „Bevor ich die Stelle im Tourismus angenommen habe, habe ich den Geistlichen in der Moschee gefragt, ob ich das darf“, erzählt der Endzwanziger. Weil er mit Europäern zu tun hat, die Alkohol trinken. Wegen all dieser Frauen mit einem Hauch von Nichts am bislang einzigen Sandstrand des Korallenküstenabschnitts. Weil er sie auch während des Ramadans von hinten im Wasser festhalten muss, damit sie der Schirm des Lenkdrachens nicht in die Höhe zieht. Der Geistliche hat den Koran offenbar großzügig ausgelegt – ja, wenn du es verkraften kannst, geht das, mein Sohn.

In El Naaba gibt es noch Zeit für private, tief gehende Gespräche. Und wenig Ablenkung. Die nächste Shoppingmeile befindet sich zwei Stunden Fahrtzeit entfernt in El Quesir. Ein Mövenpick-Hotel spuckt dort zahlungskräftige Gäste aus in Richtung Basar. Hier haben die Kinder schon gelernt zu betteln, und an den Ständen muss man gut handeln, um nicht extrem überhöhte Preise zu zahlen. Neugierige Blicke allenthalben. Einheimische reißen die Teebeutel auf und schütten den krümeligen Inhalt in die Tasse. Kamele blöken auf den Ladeflächen von Lastwagen.

Sportlehrer und Windsurfer Hans Bütikofer aus Basel hat nicht nur seinen Surf-Neoprenanzug dabei, sondern auch seine Ukulele, diese kleine, viersaitige Gitarre. Die macht sich gut, wenn man unterschiedliche Sprachen spricht. Die Kinder begleiten die Lieder mit der Fahrradklingel. Das Lächeln, das man sich gegenseitig schenkt, versteht jeder.

Für unsereins sehen die Galabea-Gewänder der Ägypter gleich aus. „Da gibt es aber genauso Marken- und Billigklamotten wie bei Windsurflabels“, erklärt Ibi Choumann, der mit seiner deutschen Windsurflehrerin Kiki verheiratet ist. Die Fotos der drei Kinder hängen im Kuppelbüro der Windsurfstation in El Naaba. Wenn man mitten im Raum die Stimme erhebt, klingt das majestätisch wie in einer Kirche.

No Sex, please
Reda wird das kaum noch wahrnehmen. Reda ist der Kollege von Ashraf. Und Reda hat nicht nur Charme und einen wunderbar durchtrainierten Körper – er ist ebenfalls Moslem. Dewegen hatte die französische Tauchtouristin auch keine Chance, als sie sich abends heimlich in sein Bett legte. Reda hat sich nicht beirren lassen. No Sex, please.

Außerdem ist der Mann daran gewöhnt, allein zu sein. Ein ganzes Jahr lang hat ihn Ibi nach El Naaba in die Wüste geschickt, als es das Hotel mit Klimaanlagenen gekühlten Zimmern und Satellitenfernsehen noch nicht gab. Monatelang durfte er nichts anderes tun als Wellenhöhe und Windstärke messen – also jene Größen, die Windsurfer im Sporturlaub am meisten interressieren.

Reda hat das gern in Kauf genommen in einem Land, in dem der durchschnittliche Kairoer gerade einmal 50 Euro im Monat verdient. Also immer wieder drei Mal täglich den Windmesser in die Höhe gehalten – und dann stand fest: Es bläst kräftig, und der schräg auflandige Wind schaufelt durchaus beherrschbare Wellenwände zum Springen und Abreiten von links gen Ufer. Wenn sich zu viele Kite- und Windsurfer in der Baby-Bay und der Giant-Bay in die Quere kommen, wird es allerdings eng, und Anfänger können dem Riff näher kommen als ihnen lieb ist. Doch Reda und sein Rettungsboot sind immer schnell zur Stelle.

Während vor allem fortgeschrittene Surfer draußen mit den Elementen zu verschmelzen scheinen, flüchtet Kiterin Babette aus Rostock von Schattenplatz zu Schattenplatz. Manchmal weht der Wind das Dröhnen des Stromgenerators herüber oder diesen beißenden Geruch verkohlten Plastiks von der Müllhalde. Aber dürfen wir als Touristen, die den Müll doch verursachen, drüber klagen? Vieles hier wiegt solche kleinen Ärgernisse auf: das köstliche Abendbuffet zum Beispiel. Der Anblick eines Einsiedlerkrebses, der sich aus einer Muschel reckt und davon krabbelt. Die spontanen Gesänge und Tänze der Hotelangestellten. Der Blick aus den Bungalows am Strand. Das sanfte Wehen der Leinenzelte im Wind. Das leise Klappern des Wasserpfeifendeckels. Seit Tagen ruht das Schmuckstück schon im Sand und leuchtet silbern, rot und pharaonenblau. Da hat man das Gefühl, dass sachte, ganz sachte die Zeit stehen bleibt.


von Nikola Hager, 18.11.2002
Hallo,
wollte nur schnell von meinem El Naaba Urlaub berichten.
Ich bin total begeistert!! Bis auf einen konnte ich jeden Tag surfen, (mit 58kg habe ich etwas mehr Spielraum), das Revier ist ein Traum für mich. Nur einmal ist mir das Herz stehengeblieben als ich fast auf eine Riesen-Seekuh gesprungen bin.

Die Leute von Hotel und Surfstation waren supernett, auch wenn ein paar, dank Ramadan, etwas mit sich zu kämpfen hatten. Ich war so richtig gut aufgehoben obwohl ich eigentlich vorher doch einige Bedenken als alleinreisendes blondes Wesen in Ägypten hatte. Da können sich einige andere Reiseländer eine Scheibe von der Freundlich- und Höflichkeit abschneiden.

Bei einer der vielen Sternschnuppen habe ich mir gewünscht, daß El Naaba so bleiben möge:
Wunderschön, ein bißchen schräg, ein bißchen einsam, sehr romantisch, eine Wüste zum Träumen und ein Meer zum Austoben, ein kleines Stück Erde wo ich genauso sein konnte wie ich bin.

Alles Liebe,
Nikola Hager


von Nele, 26.3.2002
...oder auf der Suche nach Tante Emma

Stephanie Voss, eine von Deutschlands Damen des Formula-Windsurfing-Teams, hat einmal sinngemäß die Frage gestellt: Was passiert, wenn man 15 Leute aus der Surfbranche zusammen nach Ägypten fliegt und sie im „Outback“ El Naaba bei Happy Surf Ihrem Schicksal überlässt?

Gute Frage! Die Antwort begann ihren Verlauf mit der Idee zu nehmen, unser neues Zielgebiet El Naaba zu einem fixen Platz in den Wind- und Kitesurferköpfen zu verhelfen. Dazu diente die Boot Messe 2002 in Düsseldorf als Ort, um unter den Kollegen aus der Surfbranche fünfzehn heiß begehrte Plätze für den Trip nach El Naaba zu verlosen. Gedacht, getan!

Montag, der 11.03.2002
Aus jeder Himmelsrichtung zogen sich die Kondensstreifen der Condor-Flieger immer dichter über dem Flughafen München zusammen, um den ganzen Haufen von urlaubsreifen windsurf- und kitesurfverrückten, von einem zum anderen Ohr grinsenden Gewinner schlussendlich in einen Flieger Richtung Wüste zu setzen.

Nachdem wir nach ca. 5 Stunden endlich dem Flughafen Marsa Alam den Rücken zukehrten und nach einer Fahrt von 25 Minuten im Hotel Equinox einchecken konnten, legten sich langsam die „Urlaubshebel“ um – und das hieß: rein in die Surf-Shorts, Freiheit für die Füße und abtauchen in den Fluten des Roten Meeres!

Der „Wüstenscheich“ Ibi stellte uns dann am Abend sein Team vor, Reda und Ashraf, die beiden Kite- und Windsurflehrer, nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, mit all den Leckereien vom Buffet, das nebenbei bemerkt sehr liebevoll angerichtet war und den Gaumen in ein wohlgefälliges Schmatzen versetzte.

Dienstag, der 12.03.2002
Um einem Bewegungsmangelschock vorzubeugen, haben sich einige von uns Mädels um 7 Uhr in der Früh zum Wüstenlauf verabredet – „Frau“ könnten ja sonst noch was versäumen! Meine Wenigkeit hat es natürlich geschafft sich ein wenig in den Dünen zu verlaufen; also kein Bewegungsmangel, mehr ein Bewegungsschock.

Nach Ibis Reviereinweisung, die nebenbei bemerkt etwas nach den „ägyptischen Uhren“ „getimed“ war, stürzten sich alle auf das Wasser. Gleich der erste Surftag war gelungen und alle, ob Aufsteiger oder Cracks tummelten sich zwischen den Dünungswellen. Die Begegnung der dritten Art blieb dabei nicht aus: Tante Emma, die Hausschildkröte, absolut finnenresistent aber super surferfreundlich. Nur ich habe sie nicht gesehen, aber vor uns lagen noch weitere 5 Tage, um mit Tante Emma auf der Welle zu surfen!

An Nachmittag schwächelte der Wind etwas und ließ uns Zeit unsere Energiedepots mit den Chickenburgern von Mohamed dem Koch (samt seiner Gehilfen) wieder aufzufüllen. Ein Bierchen durfte dazu natürlich nicht fehlen – es lebe das Après Surf!

Den Abend ließen wir mit folgenden Utensilien und unserem „Hausbeduinen“ Mr. Hassanon ausklingen: Schischas (ägyptische Wasserpfeifen), Karkade (ägyptischer Malventee), Campari, frisch gepresstem Orangensaft, Bier und noch ein paar Vitamine. It's partytime - and it was 4 o'clock in the morning, als alle Gitarre spielend, singend und total happy ins Bett wankten und seelig einschlummerten, bis...

Mittwoch, der 13.03.2002
...ja bis der Wind anklopfte! Von 8:30 Uhr bis Mittag konnten wir die Finnen zum glühen bringen. Ibi brachte vor allem seine Arme zum glühen, denn er schwamm förmlich um sein Leben, um den drei Damen, Solveig, Franca und Heike das Surfen beizubringen. Und...er war erfolgreich, dem Strahlen der drei nach zu urteilen. Robert, keine Dame aber auch Anfänger, entschloss sich dann doch für die Taucherei (Ibis Beine waren doch zu behaart!)

Während unsere Anfänger fleißig trainierten sammelte sich die restliche Gruppe zum Introduction Dive bei der CMAS Tauchschule (Tauchscheine von Padi oder CMAS sind mittlerweile gleichwertig, Scheine werden bei allen Tauchschulen akzeptiert) und berichteten absolut happy von Ihren Erlebnissen unter und über Wasser. Um so schöner war es dann, als Mohamed seine neueste Kreation, den Thunfisch-Burger präsentierte, Karkade und Biere dazu servierte.

Nachdem das Essen sich setzte, kam die Herausforderung: Ägypten gegen Deutschland - Beach-Volleyball Contest bis die Sonne unterging. Völlig erledigt machten wir uns dann nach Sonnenuntergang auf den Weg zum Hotel zurück, die 200 m über den Strand barfuss zu gehen sind einfach ein Genuss. Die wunderschöne Stimmung der letzten Meter über die beleuchtete Brücke sind einfach atemberaubend. Der Abend wurde mit einer Kinosession gekrönt, um der Inspiration für den nächsten Surftag auf die Sprünge zu helfen.

Donnerstag, der 14.03.2002
Absolut einmalig, denn bereits um 8 Uhr konnten wir schon die ersten Schaumkronen aus der Ferne auf die Naaba Bay zusteuern sehen. Also raus aus den Federn, ab zum Frühstück und rein in die Schlaufen – oder vielleicht das Frühstück auslassen?
Ein gigantischer Tag, 5-6 Windstärken, eine saubere 2-Meter-Dünungswelle und der Wind nahm immer mehr zu. Auch Tante Emma strahlte, als sie heute weit draußen viele strahlende Gesichter begrüßen durfte, nur ich bleibe weiterhin auf der Suche nach ihr...

Michi hat sich leider kurz zum „Größenwahn“ verleiten lassen und machte eine Kraftprobe mit dem Carbonmast. Stand der Dinge war dann leider eine heftige Entzündung am Fuß mit Fieber und allem was so dazugehört – stay tuned cowboy, das wird schon wieder!

Wieder zurück an Land, kam ich meinen schweren Verpflichtungen als Reisebegleiterin nach, rieb gerötete Rücken ein, opferte mich zum Back-Gammon spielen (ich wusste nicht was ich tat), und gab mich auch geschlagen, als die 2. Partie Beach-Volleyball anstand - ist es nicht furchtbar! Zum Glück fand sich gleich ein Ersatz für mich und meinen Back-Gammon-Herausforderer. Diese Partie dauerte bis spät in die Nacht, da sie um Biere zu spielen begannen, auf jeden Fall war der Flüssigkeitshaushalt später in Ordnung und der Kater am nächsten Tag vorprogrammiert!

Freitag, der 15.03.2002
Wollen wir es mal positiv ausdrücken: heute waren die idealen Bedingungen für unsere Anfänger und Kiter! Klingt nicht schlecht, was? Man könnte auch sagen, dass Amun (der ägyptische Windgott) tierisch nachgelassen hat oder auch nicht aus den Federn gekommen ist. Was wir irgendwie auch nachvollziehen können...ABER EBEN NICHT WOLLEN! Tja, aber gegen Amun und Konsorten ist kaum ein Kraut gewachsen – außer vielleicht die Kiter und Kaliber dieser Art!

Also machte ich mich mit Steffi und Micha schnorchelnder Weise endlich wiedereinmal auf die Suche nach Tante Emma und zwar am Kartoffelriff. Absolut tote Hose mussten wir dort feststellen und verlagerten uns gen Hausriff. Es war gigantisch, wir hatten das Vergnügen mit Feuer- und Kugelfischen, Seenadeln, dem Doctorfisch und anderen Meerestieren. Bloß Tante Emma war wiedereinmal dort wo wir gerade nicht waren.

Am Abend bewiesen uns die Angestellten des Hotels, dass sie Meister der Improvisation sind und gestalteten ein festliches Barbeque an der Surfschule für uns Happies und die französische Tauchgruppe. Der restliche Verlauf ist wohl am besten mit folgenden Worten zu beschreiben: wir trafen alle Vorbereitungen, um die Chance eines tierischen Katers, gehirnwindungstechnisch, zu vergrößern. Produktive Unterstützung fanden wir in Akapella, Tanz, Wodka,...

Wochenende, 16.-17.03.2002
Wer braucht schon ein Wochenende in so einer Woche? Gute Frage, nächste Frage!

Nichts ist schöner, als verkatert an den Strand zu kommen. Eine frische Briese Wind und Salzwasser, schwups ist der Kopf wieder frei. Der Tag verging und alle leckten Ihre Wunden der vergangenen Tage, schmunzelten über die Party am Vortag und freuten sich auf das heute ausnahmsweise flache Wasser. So z.B. Solveig, sie hatte es gepackt, nämlich das Windsurffieber und war einfach nicht tot zu kriegen. Sie legte sogar Ihr spannendes Buch für einen guten Windsurfritt auf dem Rookie beiseite. Andere wiederum konnten schon Ansätze von Schwimmhäuten zwischen ihren Zehen verzeichnen und der Rest lebte die eher Delirium ähnlichen Zustände aus.

Der Sonntag war wunderschön, es mangelte nur an Wind und so beschlossen wir, nach dem Sieg des Schumi-Brüder, die Wanderung in die Lagune anzutreten. Auch wenn Ibi von einer arabischen viertel Stunde sprach und es eine halbe Stunde Fußmarsch war, ließen wir uns nicht entmutigen, denn die Hoffnung auf glasklares türkisblaues Wasser trieb uns voran. Und ehrlich - es war nicht zu viel versprochen.

Am Abend ließen wir die Woche noch Revue passieren, indem Steffi ihre Bilder in ihr Notebook lud und über einen Beamer präsentierte – die Herzen wurden immer schwerer, denn spätestens jetzt realisierte jeder wie schön es war – ein lachendes Gesicht nach dem anderen! Heiko meinte nur dazu: „Jetzt weiß ich, warum Ihr "Happy" heißt!“

Montag, der 18.03.2002
Meine letzte Hoffnung Tante Emma noch zu sehen schwand langsam dahin. Ich packte also die Chance am Schopf und begab mich auf einen letzten Spaziergang zur Lagune: Muscheln, spiegelglattes Wasser, kein Windzug weit und breit. Plötzlich in der Ferne, ich traute meinen Augen nicht, Tante Emma!

Und die Moral von der Geschichte: Die Wüste lebt und sie liebt man oder nicht!

Yvonne Herbrich
München, d. 25.03.2002

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7.3.2002
Auch Susanne und Ralf (Stationsleiter Happy Kreta) brauchen mal Urlaub, deshalb ging´s vom 25.2.-4.3 zum Windsurfen nach El Naaba/Egypt.

Hier ihr Bericht:

Vor dem Beginn der Sommersaison gönnten wir uns einen Urlaub am neuen Happy Spot in El Naaba/Ägypten. Endlich war es soweit. Start war in Paderborn und es ging über München dann nach Marsa Alam. Nach den üblichen Formalitäten ist dann 30 min später das Hotel Equinox erreicht. Wir hatten den Bungalow gebucht, welches sich als eine gute Entscheidung erwies. Der Komfort ist ok und der Bungalow befindet ich direkt zwischen Hotel und Surfstation. Natürlich haben wir auch die Hotelzimmer besichtigt. Diese sind sehr schön eingerichtetund es gibt neben einer Badewanne und einem grossen Kleiderschrank auch deutsches Fernsehen mit VOX, RTL und anderen Programmen. Das Zimmer ist im Sommer wegen der Klimaanlage zu empfehlen. Die Zelte werden wohl nur absolute Outdoorfreaks zufrieden stellen - Sandboden und zur nächsten Waschgelegenheit & WC sind einige Meter zu gehen. Frühstück und Abendessen waren lecker und wir wurden, wie alle Happys, von ´Pharaos Rache´ verschont.

Es gab jeden Tag tollen Wind zwischen 4 und 6 bfd. Die erste Wochenhälfte mit guten und den Rest der Woche leichte Wellen. Ab 8:00 Uhr beginnt der Wind und um 10:00 ist immer Gleitwind mit der besten Zeit um 12:00. Ab 15:00 lässt der Wind dann meist recht schnell nach und um 16:00 herrschen Bedingungen für die Einsteiger.

Zum Tagesausklang gibt es an derBeachbar die Happy Hour. Leider nur mit Säften. Alkohol gibt es nämlich in der ganzen Hotelanlage keinen Tropfen. Auch einen Duty Free Shop sucht Ihr bei der Anreise am Airport vergeblich. Also Eigenvorsorge in Deutschland treffen- oder auf Entzug gehen.

Das Team an der Surfstation besteht aus Ashraf und Rheda, die vielen wohl schon aus Dahab bekannt sind. Sie haben die Station gut im Griff. Der Surfpool liegt direkt am Wasser ( manchmal , bei Flut und Vollmond, fast im Wasser) und es gibt einen easy Einstiegsbereich so das sich jeder in die weiter draussen laufende Dünungswelle wagen kann.
 
 
letzte Aktualisierung: 23.03.2010
 

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