In Luv des Surfspots, direkt unter dem großen Wahrzeichen der Insel - dem Berg Brabant - befindet sich eine große, stehtiefe Lagune mit knie- bis hüfttiefem Flachwasser. Innerhalb der Lagune, welche zum Strandabschnitt des Hotels Indian Resort gehört, kommt der Wind direkt auflandig (Abtreiben unmöglich). Hier ist der ideale und sicherste Platz, um Kiten zu erlernen bzw. bereits vorhandenes Können zu verbessern. Durch den auflandigen Wind ist für Ein- und Aufsteiger immer ein großer Sicherheitsabstand zum Ufer nötig. Bitte beachten! Außerhalb der Kitelagune, also unmittelbar vor dem Kitecenter, kommt der Wind sideshore von links und das Wasser ist etwas kabbelig. Zudem ist hier der Wind und die Strömung wesentlich stärker. Kiten vor dem Center ist wirklich nur fortgeschrittenen Kitesurfern erlaubt!
Revierbeschreibung (Revier vor der Station):
Der Strandabschnitt in Luv der Kite-/Surfstation ist ca. 800-1000m lang, in
Lee max. 200m. Die gesamte Lagune wird durch ein Riff begrenzt, das
sich ca. 600m vom Strand entfernt befindet. Bis zum Riff kann man zum
Teil über stehtiefes, flaches Wasser heizen. Der Wellenbereich am
Innenriff ist ein wunderbares Welleneinsteigerrevier, allerdings kann
es an manchen Tagen zu höheren Wellen kommen, sodass zu diesen Zeiten
das Riff nur für erfahrene Wellenfahrer geeignet ist. Je nach
Gezeitenstand kann das Wasser bei Ebbe sehr flach sein, sodass das Riff
erst nach 2 Stunden wieder befahrbar ist (genaue Gezeitentabelle hängt
in der Kite-/Surfstation aus). Für Wavefreaks gibt es noch das Außenriff
Manawa, das sich mit etwas höheren Wellen von 2-3 m Höhe für
fortgeschrittene Kitesurfer eignet. Begleitete Kite-/Surfausflüge dorthin
werden vom Club Mistral angeboten. Die beste Wind- und Wellenzeit sind die Monate Mai bis November, wobei
von Juni bis September der Wind stärker ist. Im
Oktober und November wird der Wind konstanter und die Wellen etwas
kleiner, geordneter und ungefährlicher. Nicht zu unterschätzen sind an
diesem Spot die Strömungen, Gezeiten und Wellen, daher bitte immer die
Anweisungen des Teams vor Ort beachten.
Ausführliche Beschreibung:
Das Kite-/Windsurfrevier Le Morne ist eines der besten und vielseitigsten,
wenn nicht sogar das vielseitigste Revier der Welt. Hier findet man auf
engstem Raum alle möglichen Kitebedingungen: von der Flachwasserlagune
über kleine Wellen bis zu dem berühmt-berüchtigten Wellenspot „One-eye“
bietet der im Südwesten von Mauritius gelegene Spot perfekte
Bedingungen für alle Könnenstufen.
Die Lagune ist durch ein Riff geschützt, das beinahe durchgängig die
ganze Lagune umzäunt, mit nur zwei schmalen Auslässen. Dieses Riff ist
wie ein schützender Gürtel und fängt die Wellen ab – so ist es möglich,
dass fast immer Flachwasser in der Lagune ist. Innerhalb der Lagune ist
das Wasser zumeist stehtief, es gibt aber ein paar Ausnahmen,
insbesondere wenn vom Mond abhängig große Gezeitenunterschiede
vorherrschen. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut kann bei Voll-
bzw. Neumond bis zu einem Meter betragen, so dass bei Flut einige
Stellen innerhalb der Lagune tief sein können, und es kann vorkommen,
dass für einige Stunden bei Ebbe zu untiefes Wasser in der Lagune ist,
um surfen zu können. Das Sykriders Team wird darüber zu jeder Zeit
informieren, zu welchen Zeiten es möglich und ungefährlich ist aufs
Wasser zu gehen.
Bei Halbmond hingegen gibt es kaum signifikante Gezeitenunterschiede
und es kann den ganzen Tag gekitet werden. In der Lagune besteht der
Untergrund hauptsächlich aus Sand, gelegentlich gibt es aber auch
Steine und Korallenstücke (Surfschuhe sind empfehlenswert). Direkt vor
der Station im Meer liegen halbkreisförmig vier große Steinblöcke, die
mit roten Bojen gekennzeichnet sind. Über diese Blöcke kann man zu
keiner Zeit drüber kiten, man kann aber problemlos zwischen ihnen
hindurch kiten, da sie sehr gut sichtbar sind. Die Lagune hat eine
Länge von ca. 400 m vom Strand bis zum Riff.
Der Wind weht von März bis November beständig von Osten bis Südosten
und erreicht normalerweise eine Mindeststärke von 11-16 Knoten. Der
stärkste Wind ist zwischen Juli und August, wo er bis zu 41-47 Knoten
erreichen kann. Zwischen Dezember und Februar bläst immer noch viel
Wind aus Ost bis Südost, aber er ist nicht mehr so beständig und es
kann sein, dass er die Richtung ändert. Dreht er auf Nord, ist kiten
vor der Station nicht möglich, aber dann kann man einfach ums Eck gehen
und Richtung „One-Eye“ mit Wind von rechts kiten. Auf dieser Seite ist
es unmöglich das Riff zu überqueren. Strömung und Wind haben dieselbe
Richtung, deshalb bitte die Anweisungen des Teams beachten.
Riff und Wellen:
Wie bereits oben schon erwähnt, ist die ganze Lagune von einem Riff
umrandet, es liegt größerenteils sehr nahe unter der Wasseroberfläche,
das macht es sehr schwierig dieses Riff zu überqueren. Das Riff bietet
vier Wellenspots, von denen aus Sicherheitsgründen nur zwei für unsere
Gäste freigegeben sind:
Das kleine Riff und Manawa am Außenriff. Durch das kleine Riff bricht
direkt 400 m vor dem Center eine Rechtswelle, während alle anderen
Wellen Linkswellen sind. Chameaux, das direkt in Lee ans kleine Riff
anschließt, und One-Eye erfordern ein sehr hohes Fahrkönnen und viel
Wellenerfahrung sowie Kenntnisse der lokalen Spotgegebenheiten, weil
das Riff nur Zentimeter unter der Oberfläche liegt und die Wellen
extrem schnell und kraftvoll brechen. Stürze in diesen Wellen enden
immer auf dem Riff mit schweren Beschädigungen am Material und auch der
Surfer verletzt sich. Zusätzlich ist es für Boote sehr schwierig dort
hinzukommen, das macht Rettungseinsätze ziemlich unmöglich. Aus diesen
Gründen sind diese Spots für Club Mistral Gäste gesperrt. Es gibt
genügend Wellen, die weniger gefährlich sind und trotzdem maximalen
Spaß garantieren. Der einzige Platz, an dem das Riff ohne Probleme
überquert werden kann, ist das kleine Riff gegenüber der Station – aber
Vorsicht, nicht zu weit in Lee kiten, denn der Übergang nach Chameaux
ist fast nahtlos!
Die schönste Welle ist Manawa am Außenriff, das einzige Problem ist die
Entfernung, da das Außenriff etwa 1,5 km vom Strand entfernt ist und
der Wind auf der Höhe des kleinen Riffs oft deutlich nachlässt.
Weiterhin ist es sehr schwierig diesen Platz vom Strand aus im Auge zu
behalten. Für Wind- und Kitesurfer mit entsprechenden Wellenkenntnissen
bietet das Team aber Ausflüge für Gruppen mit mind. 3 Personen an. Es
ist sehr wichtig, dass dort niemand kiten geht ohne das Sykriders
Team vorher zu verständigen. Denn nur dann kann der Platz im Auge
behalten werden und die Gruppe werden mit einem Funkgerät für den
Ernstfall ausgestattet. Es ist nicht möglich, alleine mit oder ohne
Material, zurück zu schwimmen. Die Strömung zieht einen eher noch mehr
nach außen.
Zusätzlich bietet Skyriders seinen Gästen, die in Wellen kiten
möchten, Trillerpfeifen an, mit deren Hilfe es sehr viel einfacher ist,
jemanden auf dem Wasser auf sich aufmerksam zu machen.
Der Kanal und Strömungen:
Leider bringt dieser Spot, der einer der besten und vielfältigsten Spots überhaupt ist, auch ein paar
Nachteile mit sich: Die
Strömungen.
Um Strömungen zu erkennen, braucht man aber Erfahrung oder ein geübtes
Auge. In dem Moment, wenn Wellen am Riff brechen, drücken diese Wellen
viel Wasser in die Lagune – Wasser, das nicht mehr über das Riff zurück
nach draußen fließen kann. Der einzige mögliche Abfluss aus der Lagune
ist der “Pass de la Prairie“ - der Kanal. Der Kanal liegt zwischen
Manawa und dem kleinen Riff und an Tagen mit großen Wellen können die
Strömungsgeschwindigkeiten, die aus der Lagune raus ziehen, über 10
Knoten pro Stunde betragen. Aus diesem Grund ist das Kiten im Kanal
sehr gefährlich (ab dem kleinen Riff nimmt der Wind nach draußen auch
noch ab) und Kitesurfen ist dort nicht möglich.
Bei Südswell:
Der Kanal hat einen zweiten wichtigen Aspekt, es ist der einzige
Ausgang aus der Lagune für den Fall, dass jemand außerhalb der Lagune
gerettet werden muss. An wenigen Tagen, wenn große Wellen aus dem Süden
oder Südwesten kommen und der Kanal nicht mehr durch das Riff geschützt
ist und zusätzlich einige Wellen im Kanal brechen, ist kiten in den
Wellen oder auch nahe an den Wellen gänzlich untersagt, weil das
Rettungsboot nicht in Wellen operieren kann. An diesen, allerdings
wenigen Tagen, muss jeder, egal welches Fahrkönnen er hat, in der
Lagune bleiben.
Vorfahrtsregeln in den Wellen:
Es gibt drei Regeln, die die Vorfahrt in den Wellen regeln:
- die Person, die die Wellen kreuzt (auf dem Weg nach draußen ist) hat Vorfahrt
- derjenige, der in der Welle zuerst kitet, hat Vorrang vor allen, die später in die Welle kommen
- für den Fall, dass zwei Kiter gleichzeitig dieselbe Welle haben, hat derjenige Vorfahrt, der näher am brechenden Teil ist.