Von April bis Oktober bläst der Meltemi aus
nordwestlicher Richtung und dreht entlang der Südküste noch etwas auf West. Der
Wind presst sich zwischen der kleinen vorgelagerten Insel und Rhodos hindurch
und wird so noch zusätzlich um 2-3 Bft. beschleunigt. Dadurch hat es in
Prasonisi meist stärkeren Wind als an anderen Plätzen der Insel. Eine Sandbank
verbindet Rhodos mit der vorgelagerten Insel und teilt das Revier in einen
Wellenspot mit Onshore Bedingungen und einer Speedpiste mit absolutem
Flachwasser. Diese Sandbank wird meist von den Winterstürmen aufgebrochen und
ist dann während der Surfsaison zum Teil geöffnet, sodass man jederzeit ohne
viel Aufwand zwischen den beiden Revieren hin und her surfen kann. Auf der
schräg ablandigen Seite befindet sich das Speedrevier – hier heizt man nur 20 Meter
vom Ufer entfernt den Strand bei fingerhutgroßen Windwellen entlang. Hier
fühlen sich auch weniger geübte Surfer wohl und jeder kann sicher und ungestört
an den neuesten Manövern feilen. In Ufernähe ist das Wasser ca. 20 Meter weit
stehtief, so dass hier sowohl "schöpferische Pausen" als auch
schrittweises Wasserstart-Training bei etwas weniger Wind kein Problem sind.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Sandbank liegt in Luv der Wellenspot. Hier
weht der Wind schräg auflandig und an "big days" baut sich eine Welle
von bis zu 3 Metern auf! Trotzdem ist der Einstieg durch den sanft abfallenden
sandigen Untergrund angenehm und unproblematisch. Gestartet wird in beiden
Revieren fast auf Halbwindkurs, was den Einstieg sehr einfach macht.